Archiv
Die Seven Star Gallery in Berlin zeigt Fotografie mit Bezug zur Berliner Nachtszene, zuletzt Arbeiten von Christoph Steinweg aus dem Umfeld des KitKat Clubs. Das Programm ist thematisch eng geführt und arbeitet mit Vernissagen samt Live-Performances. Für Sammler dokumentarischer Fotografie ist das eine Nische mit klarem Profil.
AOA;87 in Berlin arbeitet mit zeitgenössischen Positionen und setzt dabei auf raumgreifende und interaktive Formate wie Videoinstallationen. Im Programm stehen Namen wie Imi Knoebel und Cornelia Schleime neben jüngeren Positionen. Die Mischung aus etablierten Namen und Erlebnisformaten unterscheidet die Galerie vom klassischen White Cube.
Die Millerntor Gallery bespielt einmal im Jahr das Millerntor-Stadion in Hamburg und macht es zur offenen Plattform für Kunst und Austausch. Getragen wird das Format von Viva con Agua, die Erlöse fließen in Wasserprojekte. Es ist damit weniger Galerie als Festival mit klarem Zweck, für Streetart-Positionen aber eine der sichtbarsten Bühnen im Norden.
Gudberg Nerger arbeitet in Hamburg an der Schnittstelle von Galerie, Agentur und Ausstattung. Vertreten werden zeitgenössische Positionen, verkauft wird sowohl im Raum als auch über einen Onlineshop mit virtuellem Rundgang. Diese Mischung macht das Haus für Sammler unübersichtlicher als eine reine Programmgalerie, senkt aber die Schwelle für den ersten Kauf.
Die Neue Galerie Dachau gehört zum Zweckverband Dachauer Galerien und Museen, der die Sammlungen von Gemälden und volkskundlichen Objekten aus dem Dachauer Raum sichert. Der Schwerpunkt liegt auf der regionalen Kunstgeschichte, insbesondere der Künstlerkolonie. Es handelt sich um einen Museumsbetrieb, nicht um eine verkaufende Galerie.
Die Pinakothek der Moderne in München vereint vier Museen unter einem Dach: Kunst, Graphik, Architektur und Design. Diese Bündelung ist der eigentliche Reiz des Hauses, sie macht den Rundgang aber auch unübersichtlich, wenn man ohne Plan hineingeht. Die Graphische Sammlung ist für Arbeiten auf Papier die relevanteste der vier Abteilungen.
Die Galerie Biró wurde 1992 von Olga Zobel Biró in der Münchener Maxvorstadt gegründet, unweit der Pinakotheken, und arbeitete zunächst als weltweit einzige Galerie für Kunststoffschmuck. Gezeigt wird Schmuck als künstlerisches Medium, nicht als Accessoire. Für Autorenschmuck ist das Haus eine der wenigen Adressen mit klar formuliertem Konzept.
Die Kulturwerkstatt Haus 10 in Fürstenfeldbruck geht auf eine Initiative von Künstlern zurück, die 1991 in einem von der Stadt erworbenen Gebäude begann. Zu den Gründungsmitgliedern gehörten Hilde Seyboth, Andreas Sobeck, Alto Fertl und Erik Jäger. Getragen wird der Ort bis heute von Künstlern selbst, was ihn vom kommunalen Ausstellungsbetrieb unterscheidet.
Ruttkowski;68 betreibt Standorte in Köln, Düsseldorf, Paris, New York und Bochum und zeigt junge internationale Positionen. Zum Programm gehören eigene Formate wie die Ibiza Art Show und ein Shop. Mit dieser Aufstellung arbeitet die Galerie deutlich internationaler als der Standort Köln vermuten lässt.
Die 30works-Galerie wurde 2009 als Programmgalerie im Kölner Belgischen Viertel gegründet und zeigt zeitgenössische Kunst mit Schwerpunkt Malerei. Neben den Ausstellungen gibt es einen virtuellen Rundgang und ein Try-and-Buy-Angebot, das Werke zur Ansicht nach Hause bringt. Für Einsteiger senkt das die Hemmschwelle, ersetzt aber nicht den Blick auf das Original.