Archiv
Die East Side Gallery ist kein Ausstellungshaus, sondern ein erhaltener Abschnitt der Berliner Mauer an der Mühlenstraße, den Künstlerinnen und Künstler 1990 bemalt haben. Verwaltet wird sie von der Stiftung Berliner Mauer. Wer Malerei im Original sehen will, findet sie hier unter freiem Himmel und ohne Eintritt, dafür auch ohne konservatorischen Schutz.
Die art now Gallery in Berlin hat einen deutlichen Schwerpunkt auf Druckgrafik und Editionen. Die Angaben zu den Blättern sind vorbildlich: Technik, Auflagenhöhe, Format, Signatur, Provenienz und Preis stehen jeweils dabei, etwa bei einer Kaltnadelradierung von Katja Lang in einer Auflage von zehn für 200 Euro. Diese Transparenz ist im Onlinehandel mit Grafik keineswegs die […]
Die Kunstbackstube in Koblenz-Ehrenbreitstein verbindet Galerie und Töpferei unter einem Dach und bietet zusätzlich Kurse an. Gezeigt wird überwiegend Keramik. Der Ort lebt vom Nebeneinander aus Werkstatt, Ausstellung und Vermittlung, was ihn von der reinen Verkaufsgalerie unterscheidet.
Der Kunstverein Siegen wurde 1980 aus bürgerschaftlicher Initiative als gemeinnütziger Verein gegründet und versteht sich als Plattform für internationale Gegenwartskunst. Zum Programm gehören Jahresgaben für Mitglieder. Diese Jahresgaben sind für Sammler oft der günstigste Weg zu einer Arbeit renommierter Positionen.
Die Galerie Sommer wurde 1989 von Gerhard Sommer in Graz gegründet und konzentriert sich auf österreichische Positionen, die die Kunst nach 1945 geprägt haben. Dazu gehören Vertreter des Wiener Aktionismus wie Günter Brus. Der Schwerpunkt liegt damit auf gesicherten Namen der Nachkriegsmoderne, nicht auf jungen Entdeckungen.
Das Mauermuseum am Checkpoint Charlie entstand 1962 aus einer Ausstellung in einer Privatwohnung und bezog 1963 das Haus am Checkpoint Charlie. Es ist ein zeitgeschichtliches Museum, kein Kunstort. Die Sammlung dokumentiert Fluchtgeschichten und Teilung, künstlerische Positionen spielen nur am Rand eine Rolle.
Urban Spree bespielt in Berlin-Friedrichshain rund 1700 Quadratmeter mit Ausstellungen zu urbanen Kulturen. Dazu kommen Artist Residencies, Workshops, Konzerte, ein Art Store und ein Biergarten. Im Endeffekt ist es weniger Galerie als Gelände für eine ganze Szene, was den Ort für Streetart-Sammler interessanter macht als für den klassischen Galeriebesuch.
Die Levy Galerie arbeitet seit 55 Jahren im internationalen Kunstbetrieb und unterhielt zeitweise Dependancen in Paris, Madrid und Berlin. Im Programm stehen Positionen wie Allen Jones, Richard Lindner und Christiane Löhr. Die lange Marktpräsenz zeigt sich am Programm, das eher gesicherte Namen führt als neue Entdeckungen.
Die Galerie im Hühnerstall wird von Wilfried Staufenbiel in Bernau bei Berlin, Ortsteil Schönow, betrieben. Neben Ausstellungen gehören Konzerte im Galeriegarten zum Programm. Es ist damit weniger Galeriebetrieb als privat geführter Kunstort, erreichbar mit der S2 ab Berlin.
Die Galerie Silberstein in Berlin zeigt zeitgenössische Malerei, zuletzt Arbeiten von Michel Castaignet mit Bezug auf Ovids Metamorphosen. Das Programm arbeitet mit Einzelausstellungen und wechselt in überschaubarem Rhythmus. Der Zuschnitt ist klein, was den direkten Austausch mit der Galerie erleichtert.